Bei richtiger Materialtrennung sind Biokunststoffe eine strategische Chance für Türkiye.
Der neue Verordnungsentwurf, der darauf abzielt, die Umweltauswirkungen von Einwegkunststoffen in der Türkei zu verringern, ebnet den Weg für einen wichtigen Wandel in Bezug auf nachhaltige Produktion und Kreislaufwirtschaft.

Die im Rahmen des Zero-Waste-Ansatzes ausgearbeitete Verordnung zielt darauf ab, den Einsatz von Kunststoff zu reduzieren und gleichzeitig die Bedeutung alternativer Materialien auf die Tagesordnung zu bringen. Bei diesem Transformationsprozess ist es von entscheidender Bedeutung, die Kunststoffarten richtig zu unterscheiden.
Der erste TÜV-zertifizierte Hersteller von stärkebasierten Biopolymeren der Türkei, Sunar NP, führt mit biologisch abbaubaren Kunststoffen, die aus Maisstärke hergestellt werden, umweltfreundliche Produkte in die Industrie ein. Die vom Unternehmen entwickelten Biokunststoffprodukte lösen sich innerhalb von 180 Tagen vollständig in der Natur auf und gelangen ohne besondere Behandlung wieder in den Boden. Mustafa Nuri Çomu, Vorsitzender und CEO von Sunar Yatırım, wies darauf hin, dass biologisch abbaubare Kunststoffe in der vom Ministerium für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel geplanten neuen Kunststoffverordnung getrennt von anderen Kunststoffen bewertet werden sollten, und bezeichnete diese Situation als strategische Chance.
„Nicht alle Kunststoffe sind gleich“
Während herkömmliche, aus Erdöl gewonnene Kunststoffe Hunderte von Jahren in der Natur überleben können, entsteht bei oxoabbaubaren Kunststoffen beim Abbauprozess Mikroplastik, das dauerhafte Auswirkungen auf das Ökosystem hat. Millionen Tonnen Mikroplastik, die sich heute in den Ozeanen ansammeln, und die durchschnittliche wöchentliche Plastikexposition der Menschen zeigen deutlich, wie ernst das Problem geworden ist. Im Gegensatz dazu können Materialien der neuen Generation wie stärkebasierte Biopolymere unter geeigneten Bedingungen innerhalb von 90–180 Tagen biologisch abgebaut werden; Sie erzeugen kein Mikroplastik und tragen zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks bei, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. In diesem Zusammenhang weisen Branchenvertreter darauf hin, dass Diskussionen über Kunststoffe nun über die Unterschiede zwischen erdölbasierten Kunststoffen, oxabbaubaren Kunststoffen und Biokunststoffen angegangen werden sollten.
„Sie in den gleichen Korb zu legen ist ein technischer Fehler“
Çomu, der es für einen „technischen Fehler“ hält, biologisch abbaubare Materialien in den gleichen Korb mit erdölbasierten Kunststoffen zu legen, verwendete in seiner Bewertung zu dem Thema folgende Aussagen: „Die Die geplante neue Verordnung ist ein sehr wichtiger und angemessener Schritt im Hinblick auf die Reduzierung von Umweltauswirkungen. Die Berücksichtigung von Materialien mit unterschiedlichen Umweltwirkungsprofilen im gleichen Anwendungsbereich kann die Entwicklung einiger technologischer Lösungen einschränken Zum ersten Mal. Biologisch abbaubare und kompostierbare Materialien werden nach bestimmten Kriterien klassifiziert und nach ihren Einsatzgebieten geordnet. Biokunststofflösungen werden gefördert, insbesondere bei Verpackungen, die zusammen mit organischen Abfällen gesammelt werden können, Produkten, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, und Bereichen, in denen Recycling schwierig ist. Dank dieses Ansatzes werden Umweltauswirkungen reduziert und Ziele der Kreislaufwirtschaft unterstützt.
Die Norm EN 13432, die festlegt, was biologisch abbaubare und kompostierbare Verpackungen bedeuten, ist dabei ein wichtiger Bezugspunkt. In der Türkei müssen erdölbasierte Kunststoffe, oxoabbaubare Kunststoffe und echte biologisch abbaubare Materialien, die dieser Norm entsprechen, klar voneinander getrennt werden. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass das Material unter geeigneten Bedingungen die Fähigkeit besitzt, vollständig in die Natur zurückzukehren. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, regulatorisch konforme und zertifizierte Biokunststoffe als eigene Kategorie zu betrachten und Anreize zu entwickeln, die die heimische Produktion unterstützen.
„Als Sunar NP unterstützen wir die heimische Produktion und wirtschaftliche Nachhaltigkeit“
Die Türkei verfügt mit ihren stärkebasierten Rohstoffen und ihrer starken Produktionsinfrastruktur über ein erhebliches Potenzial im Bereich Biokunststoffe. Sunar NP, das unter Sunar Investment firmiert, ist das erste Unternehmen, das mit den 2014 begonnenen Forschungs- und Entwicklungsstudien die Biopolymerproduktion auf Stärkebasis in der Türkei einführt. Mustafa Nuri Çomu kommentierte das Thema wie folgt: „Biokunststoff ist nicht nur eine Alternative zur Verwendung von Kunststoff; es ist die Anpassung des richtigen Materials an die Zukunft.“Als Sunar NP unterstützen wir die heimische Produktion und wirtschaftliche Nachhaltigkeit und reduzieren gleichzeitig die Umweltbelastung mit unseren Biopolymeren, die in die Natur zurückgeführt werden können. Die Förderung von Biokunststoffen in der Türkei mit den richtigen Richtlinien trägt zum Schutz der Umwelt bei und schafft Mehrwert in der Branche. „Gleichzeitig wird dadurch die Abhängigkeit von importierten Petrochemikalien verringert und unser Land international in eine stärkere Position gebracht. Aus dieser Perspektive sind Biokunststoffe nicht nur ein ökologischer, sondern auch ein wirtschaftlicher und strategischer Chancenbereich.“
Sigortada Bugün'un ekosistem editörü. Insurtech girişimlerini, dijital sigorta platformlarını ve sektördeki inovasyon haberlerini takip ederek sigortacılığın geleceğini okuyucularıyla paylaşıyor.
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